„Weiter so“…. sie machen einfach so weiter.

Einfach weiter wie bisher. So, als wäre alles in Ordnung.

Die Regierung, die großen Konzerne, die ganzen Anderen…

Sie kennen das. Vielleicht auch von Ihrer Arbeit. Aber vermutlich auch von Ihren persönlichen Angelegenheiten: Die Hosen sind nun schon seit einiger Zeit zu eng. Und die Kurzatmigkeit beim kurzen Sprint zum Bus oder beim Treppensteigen wird auch immer schlimmer. Dennoch, Sie machen einfach weiter so. Sie essen weiter so, bewegen sich weiter so – oder eben nicht – und machen einfach weiter so. Vielleicht ist es auch Ihr Alkoholkonsum, das Rauchen, Spielen, Kaufen, die Finanzen oder oder oder.

Sie wissen genau, Sie müssten etwas Wesentliches verändern. Sie tun es aber nicht. Und damit bleibt alles beim Alten. Und jeden Tag ein bisschen schlimmer.

Mit diesem unklaren „Weiter so!“ – wie auch bei der letzten Bundestagswahl – sehe ich schwarz für unsere Zukunft. Egal ob bei der Bekämpfung des Klimawandels, der digitalen Transformation, besserer Bildung, bezahlbarem Wohnen oder dem wirtschaftlichen Aufschwung – die Ängstlichkeit vor jeder Veränderung tut uns nicht gut. Wir wollen nur noch verwalten, bloß nichts verlieren, aber so geht das eben nicht mit dem Erfolg – damit kenn ich mich ganz gut aus.

Wir müssen Verantwortung übernehmen! Und dazu müssen wir uns erstmal ehrlich ansehen, wo wir stehen. Auch dann, wenn es weh tut.

Klarheit ist mächtig, doch die vermisst man in unserem Land schon lange, so wie die Aufgeschlossenheit Probleme zu erkennen und zu benennen. Und wenn sie dann doch mal da ist, bleibt außer der verbalen Verkündung der Verantwortung wenig übrig. Dem Prinzip „Problem erkannt!“ folgen dann leider nur sehr wenige bis gar keine Taten – in der Politik, in der Wirtschaft, aber auch bei jedem Einzelnen.

Ein „Nein“ ist mittlerweile hochgelobt in unserer Gesellschaft. Die Opposition sagt „Nein“ zu jeder neuen Idee. Die Coaches meinen, man müsse „Nein“ sagen können, um erfolgreich zu sein. „Nein“ sagen, um gesund zu bleiben und sich vor Ausnutzung oder Überforderung zu schützen, behaupten auch die Angestellten und Arbeitslosen. Ein „Nein“ wird zur Verheißung des persönlichen Glücks einer ganzen Nation.

Das Resultat finden wir nun in zwei Kategorien: Ablehnung, in Form von „Nein, so geht das nicht…“ oder das Von-sich-weisende „Nein, warum ich? Das soll mal jemand anderes machen…“. Eine regelrechte „Nein-Sager-Republik“ sind wir geworden.

Aber so werden wir unsere Probleme nicht lösen. Nach Jahrzehnten des verantwortungslosen Umgangs haben wir so viele Herausforderungen, dass wir kaum noch wissen, wo wir anfangen sollen. Wir brauchen wieder Verantwortung. Die Politik, die Unternehmen, die Bürger. Wir. Mehr Verantwortung für uns selbst – jeder für sich und sein Leben, für seinen eigenen Erfolg.

Und auch mehr Verantwortung füreinander und miteinander. Damit wir Lösungen kreieren, für all die Probleme. Damit wir gemeinsam unser Land, unsere Gesellschaft und unser Leben verbessern. Für uns. Und für unsere Kinder und deren Kinder.