Wenn wir die Verantwortung lieben gelernt haben und erkennen, dass sie die Kraft ist, die uns Einfluss auf die Resultate unseres Lebens ermöglicht, sind wir den meisten Menschen weit voraus. Wer einmal verstanden hat, welch elementare Rolle die Verantwortung in eines jeden Leben und für jede Gemeinschaft spielt, wird auf sie nicht mehr verzichten wollen. Doch selbst die Verantwortung, die letztlich für alles und jeden die maßgebliche Rolle spielt, stößt an ihre Grenzen, wenn es um das Vertrauen geht.

Sie brauchen Verantwortung UND Vertrauen.

So wie ein Kind nur durch Mutter und Vater zusammen entstehen kann, so ist das Vertrauen das zwingend benötigte Gegenstück der Verantwortung. Ohne Vertrauen ergibt Verantwortung gar keinen Sinn.

Sie brauchen Vertrauen in das Leben, Vertrauen in die Gesetze des Lebens, von Ursache und Wirkung und Sie brauchen Vertrauen in sich und Ihre Mitmenschen. Sie müssen daran glauben, dass Ihre Verantwortlichkeit und das daraus resultierende Handeln einen Sinn ergibt bzw. überhaupt einen Einfluss hat. Sie müssen von der Richtigkeit der Handlungen, Einsichten und Aussagen bzw. der Redlichkeit überzeugt sein, sowohl bei sich selbst wie auch bei anderen Personen oder gar höheren Kräften.

Sie hatten Schmetterlinge im Bauch

Erinnern Sie sich an die Zeit, als Sie mit hunderten Schmetterlingen im Bauch zum ersten Mal das andere oder auch das gleiche Geschlecht entdeckten. Sie waren von einem auf den anderen Moment so verliebt, dass es Sie fast umgeworfen hätte. Sie trafen diesen einen Menschen, der in Ihnen sofort das Gefühl hervorrief, Sie müssten ihn auf der Stelle für sich gewinnen, wollten an seiner Seite sein und ihn nie wieder loslassen.

Sie haben ihr oder ihm Briefchen geschrieben, sie rein zufällig irgendwo getroffen und ihn vielleicht unter fadenscheinigen Gründen angerufen, nur um den Kontakt aufzunehmen. Sie wollten diesen einen Menschen unbedingt kennenlernen und wenn Sie darauf vertraut haben, dann haben Sie das im Normalfall auch geschafft.

Sie haben auf sich vertraut, auf die Richtigkeit Ihrer Handlungen und vielleicht sogar auf die Tatsache, dass sie füreinander geschaffen sind. In der Folge haben Sie alles gegeben. Sie haben sich selbst in Szene gesetzt wie noch nie zuvor, Sie haben auf sich aufmerksam gemacht und dem anderen ein Gefühl vermittelt, er würde richtig etwas verpassen, wenn er Sie nicht beachtet. Erinnern Sie sich noch: Sie haben den Partner auf Ihre ganz besondere Art und Weise erobert, nicht wahr?

Und nun nehmen wir an, Sie hätten kein Vertrauen gehabt. Wenn es dann nicht rein zufällig andersherum war und die- oder derjenige Sie im Visier seiner Eroberung hatte, wären Sie wohl niemals zusammengekommen.

Sie wären gar nicht auf den anderen zugegangen und er hätte von Ihrem Interesse niemals erfahren. Sie hätten vielleicht Ihre Verliebtheit mit Ihrem Tagebuch geteilt und wären tage- oder wochenlang verträumt durch die Welt gewandelt, doch Sie hätten niemals etwas unternommen. Ihnen fehlte schlicht das Vertrauen, dass auch der andere Interesse an Ihnen haben könnte!

Vielleicht sagen Sie aber nun auch, es fehlte Ihnen nur der Mut und das Selbstbewusstsein. Richtig, genau das ist ebenfalls eine Sache des Vertrauens: Ihnen fehlte dann das Vertrauen, dass es richtig so wäre und gut für Sie ist, auch wenn Sie Ablehnung erfahren würden. Verstehen Sie, was ich meine?

Wir brauchen Vertrauen, um die Verantwortung zu übernehmen und überhaupt ins Handeln zu kommen.

Wir brauchen sogar schon Vertrauen, um die Gedanken in die jeweilige Richtung auszuweiten!

Bei Kindern und etwas naiven Menschen spricht man manchmal davon, dass Sie mit gnadenlosem Gottvertrauen durch das Leben gehen würden. Sie machen sich gar keine Gedanken, was alles passieren könnte und haben damit nicht selten Glück. Vielleicht ist das gar nicht so zufällig, wie wir manchmal denken.

Unser Vertrauen spielt eine große Rolle, wenn es um unsere Haltung geht. Bei unseren Gedanken angefangen, bestimmt das Vertrauen unsere Überzeugungen, aber auch unsere Zweifel. Damit ist der Grundstein gelegt für unsere Haltung. Wir reden und bewegen uns so, wie es um unser Vertrauen bestellt ist, wir handeln sogar so, wie wir vertrauen. Und wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt, was in unserem Leben eher die Regel als die Ausnahme darstellt, bestimmt unser Vertrauen, wie wir damit umgehen.

Machen wir es nochmal oder geben wir gleich auf? Es ist eine Frage des Vertrauens! Erst wenn wir das Vertrauen gewonnen haben, werden wir auch die Verantwortung übernehmen.

Vertrauen und Verantwortung entscheiden über unsere Erfolge.

Sollte es also Bereiche Ihres Lebens geben, wo Sie sich immer wieder dabei ertappen, alte und unerwünschte Verhaltensmuster an den Tag zu legen und damit immer und immer wieder unerwünschte Ergebnisse erzielen, fragen Sie sich einfach mal, wie es um Ihr Vertrauen bestellt ist.

 

Einen vertrauensvollen Sonntag wünscht Ihnen,

Ihr Bernd Kiesewetter

 

 

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Bernd Kiesewetter – Mission Verantwortung | Erfolg braucht Verantwortung

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