Immer mehr Menschen wird eingeredet, sie sollen ihre Berufung finden, Träume leben, Geschichten erzählen und aus dem Herzen handeln. Verzeihung, aber das ist meist extrem egoistisch und asozial.

Was Sie in Ihrem Herzen tragen, interessiert Ihr Gegenüber wenig und so kommt es zum ersten Irrtum. Sie belästigen ihn mit Ihrer gutgemeinten Absicht, nach der Ihr Gegenüber aber nicht gefragt hat. Das ist ziemlich egoistisch. Ihr Gegenüber hat nicht Ihr Leben gelebt und auch wenn Sie aufgrund Ihres Erlebten der Meinung sind, dies sei richtig und wichtig, muss das nicht für ihn oder sie gelten.

In unserem kapitalistischen System wird für Leistung und Nutzen bezahlt; kein Mensch gibt Ihnen auch nur einen Cent, weil Sie eine irgendeine gute Absicht haben.
Das führt dazu, dass die Herzensmenschen mit ihrem Vorhaben kein Geld verdienen und nachdem sie evtl. vorhandenes Vermögen verbraucht haben, fallen sie sogar dem Staat und der Allgemeinheit zur Last.

Die Aufforderung, das Herzensprojekt zu leben, ist also höchst verwerflich und asozial und der Allgemeinheit mit meinen „guten Absichten“ zur Last zu fallen, ist es erst recht. Und so bleiben die allermeisten Herzensprojekte insgesamt und in mehrerlei Hinsicht asozial.

Lassen Sie uns lieber der Art von egoistischen Angelegenheiten widmen, die unter’m Strich auch etwas für die Allgemeinheit bereit halten.

Schöne Woche wünscht Ihnen,
Ihr Bernd Kiesewetter

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