Angelique Kerber gewinnt Wimbledon – eine mentale Höchstleistung!

In dem Moment, als sich ihr Kindheitstraum erfüllte, sank Angelique Kerber wie vom Blitz getroffen auf die Knie. Schluchzend und weinend vor Glück lag sie auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Als erste Deutsche seit der großen Steffi Graf vor 22 Jahren hat die Kielerin den prestigeträchtigen Grand-Slam-Klassiker in London gewonnen. Im gestrigen Finale besiegte sie US-Superstar Serena Williams und schrieb damit ein weiteres Sommermärchen für die Sportnation Deutschland. Es war eine mentale Höchstleistung, denn ihre Gegnerin ist für ihre unglaubliche Stärke bekannt und verzeiht keine Fehler.

Es ist das wichtigste Tennis-Turnier der Welt und verspricht seinen Siegern ewigen Ruhm.

“Ein Traum ist heute wahr geworden… Ich glaube, heute ist der schönste Tag in meiner Karriere. Ich wollte als kleines Kind Wimbledon gewinnen. Das kann mir niemand mehr nehmen”, sagte sie emotionsgetragen.

Und nun haben es wieder alle gewusst… Eine Heerschaar von Menschen wird ihr gratulieren und ihr beteuern, immer von ihrem Sieg überzeugt gewesen zu sein. Tatsächlich glauben diese Menschen das dann wirklich und haben all den Zweifel der letzten Jahre vergessen bzw. ausgeblendet, auch weil sie sich insgeheim eine große Siegerin an ihrer Seite gewünscht haben. Für die Sportlerin gibt das Leben nun damit eine weitere anspruchsvolle Etappe und die nächste mentale Herausforderung auf.

Angelique Kerber hat nach vielen harten Jahren, davon alleine 15 Profijahren, endlich ihr großes Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch, liebe Angie!

Aber die Geschichte davor haben plötzlich alle vergessen: trotz höchstem Einsatz und dauerhaftem Engagement hatte sie lange nicht den gewünschten durchschlagenden Erfolg und war der Versuchung des Aufgebens bereits fast ergeben, als 2016 endlich ihr persönlicher Durchbruch und ihr bestes Jahr erfolgte: Brisbane International Finale, Sieg der Australien Open, Fed-Cup, Finale von Wimbledon, Silbermedaille olympische Spiele, Sieg der US Open, Finale WTA Championships waren nur die wichtigsten Erfolge, die ihr das „Silberne Lorbeerblatt“, den „Bambi“, den Titel „Deutschlands Sportlerin des Jahres“ und den zweiten Platz bei der Wahl zu „Europas Sportlerin des Jahres“ einbrachten.

Doch die Siegesserie riss in 2017 schon wieder ab und die Stimmen wurden laut, dass es eben doch nur eine „Eintagsfliege“ gewesen sei.

Können Sie sich in etwa vorstellen, wie schwierig dies für Angelique Kerber in den Jahren zuvor und danach gewesen sein muss? Können wir uns ansatzweise vorstellen, welche mentale Herausforderung dies darstellte?

Wir leben in einer extrem schnellen und harten Gesellschaft und wir vergessen zu oft die Menschlichkeit. Selbstverständlich geht es hier im Tennis wie beim Fußball, im Boxen oder in der Formel 1 um Höchstleistungen, außergewöhnlich viel Geld und Ruhm. Ja, natürlich weiß jeder Sportler bereits bei Karriereanfang um den Preis seiner Erfolge, wenn er sie denn jemals erreichen sollte und ja, in der Theorie hat es bisher auch noch jeder verstanden. Doch wir sind alle Menschen aus Fleisch und Blut und das Steuern der Gedanken und der Gefühle ist ein Prozess, der vielen niemals annähernd gelingt. Weder im Sport noch im Leben. Denken Sie an sich selbst und überlegen Sie einmal, wie Sie mit schwierigen Situationen in der Praxis umgehen und wie Sie es sich vorher in der Theorie vorgenommen hatten. Verstehen Sie, was ich meine?!

Die mentalen Herausforderungen sind heute im Sport größer denn je zuvor. Das liegt an mehreren Aspekten, einer der wichtigsten davon ist sicher die Marginalität der Steigerbarkeit der körperlichen Leistungen. Doch die psychischen Anforderungen sind nicht nur im Sport selbst, sondern auch in jedem anderen Bereich des Lebens gewachsen. Und so wie es den Athleten im Sport besonders hart trifft, so trifft es ihn auch in allen anderen Lebensbereichen. Die Folgen haben wir bereits mehrfach erleben müssen, Spitzensportler tauchten mit Depressionen ab oder entscjieden sich im schlimmsten Fall sogar für den Suizid. Der Profi von heute braucht nicht nur mehr Unterstützung durch sein Team, seine Trainer und seine Mentalcoaches, sondern auch durch uns alle – die Öffentlichkeit.

Wir sind in der Verantwortung diesen Menschen gegenüber und auch wenn die heftige Reaktion der Presse ein Preis der Karriere ist, so sollten wir dennoch nicht übertreiben und sorgsam damit umgehen. Schließlich sind sie es, die uns mit ihren Opfern und ihrem ungewissen jahrzehntelangen Einsatz glänzend unterhalten. Danke <3

 

Ihr

Bernd Kiesewetter

 

 

 

 

 

 

 

Ohne uns sind Spitzensportler aufgeschmissen!

Sportler können ohne professionelle Mentaltrainer nicht mehr bestehen.

Der erste Schock ist verdaut, die Nachwehen der Fußball-WM beginnen.
Die Öffentlichkeit ist noch lange nicht beruhigt und die Presse wird noch viel Zeit mit der Aufarbeitung verbringen. Die Sportler sind erst einmal abgetaucht und versuchen ihre Ruhe zu finden, der Trainerstab muss seine Ratlosigkeit verarbeiten. Es wird alles noch dauern…

Es gibt viele verschiedene Meinungen, warum unsere Mannschaft so früh ausgeschieden ist, doch in einem sind sich alle einig: Es waren nicht die fehlenden Fähigkeiten, sondern es ging nur um die mentale Stärke! Die Einstellung der Mannschaft war schuld am Scheitern!

Doch wodurch nun wird die Einstellung der Mannschaft bestimmt? Wie kommt die Haltung der Fußballprofis zustande und wovon hängt sie ab? Wie geht man damit um?
Es gibt viele einzelne Komponenten, doch eines ist glasklar: Die mentale Ausrichtung jedes einzelnen Spielers ergibt in der Summe die geistige Haltung der Mannschaft! Jeder einzelne Spieler muss nicht nur sportlich, sondern zwingend auch geistig auf höchstem Niveau unterwegs sein, wenn große Erfolge erreicht werden wollen. Nein, heute gilt es bereits für die Bewältigung der normalen Aufgaben im High-Performance Bereich zu sein, wie man an der Weltmeisterschaft in Russland sieht. Das Bestehen der Vorrunde galt es unangezweifelte Pflichtaufgabe und die Gegner als durchaus besiegbar. Doch kleinste Verunsicherungen genügten, um die ohnehin nicht eingeschworene Gemeinschaft in Wanken zu bringen und die gemeinsame Ausrichtung zu stören. Das Leben nahm seinen Lauf, das Ergebnis ist bekannt.

Im Einzelsport ist es längst üblich, dass der Sportler sich einen Mentalcoach an die Seite stellt. Viel zu hoch sind heute nicht nur die täglichen Anforderungen des Sports, sondern insbesondere auch die alltägliche Belastung als Mensch. Der Druck der Öffentlichkeit ist heute größer als je zuvor und das digitale Leben verbessert zwar die Einkommenssituationen der Sportler, öffnet jedoch auch eine weitere Tür zum gläsernen Leben des Künstlers und erhöht damit den persönlichen Druck erheblich. Jede Minute des persönlichen Lebens ist streng limitiert und dank des enorm hohen Leistungsniveaus in allen Sportarten dieser Welt, reichen kleinste Fehlschläge und Versäumnisse, um eine persönliche Karriere zu beeinflussen. Manchmal genügen schon Kleinigkeiten und die Karriere ist von heute auf morgen beendet. Die stetige Verbesserung in nahezu jedem Bereich des Lebens, vorallem aber die anhaltende Optimierung über Jahrzehnte im Leistungssport, hat ihren Preis.

Natürlich ist der Sportler damit aber Anforderungen ausgesetzt, die bereits in den Jahren der Vorbereitung auf dem Weg zur Weltspitze schier unmenschlich erscheinen. Wir sind aber, egal wie willensstark und diszipliniert, auch einfach „nur“ Menschen und daher KANN ein Spitzensportler ohne professionelle Betreuung in allen Segmenten gar nicht mehr auskommen. Es ist schlichtweg unmöglich, jeden Tag die richtigen Dinge zu tun und dabei noch richtig zu denken. Jeder Mensch ist dabei individuell und kann nicht mit Standardprogrammen bedient werden. Die Wege sind völlig unterschiedlich, die Anforderungen individuell und Erlebnisse differenziert. Der Single ist in einer völlig anderen Situation als der junge Familienvater und auch die sonstigen Lebensumstände und Sichtweisen verbieten eine Einheitsbetrachtung. Jeder Sportler muss einen persönlichen Coach für seine mentale Stärke an seiner Seite haben, damit er überhaupt die Chance hat, in der Elite mitspielen zu können. Und er muss ihn lange vor seinen Erfolgen nutzen, um überhaupt dorthin zukommen und kann nicht erst darauf zurückgreifen, wenn erste nennenswerte Erfolge sichtbar werden. Der Mentalcoach ist für die langfristige Zielsetzung und Verfolgung genauso entscheidend wie für die tägliche Motivation, den Umgang mit Krisen und die Überwindung von Grenzen. Unsere Welt ist viel zu schnelllebig geworden, um auf diese Hilfen verzichten zu können. Es geht also längst nicht mehr um einen verzichtbaren Luxus, sondern vielmehr um eine Grundvoraussetzung.

In einigen Sportarten ist dies jedoch immernoch nicht angekommen und merkwürdigerweise gibt es auch im hochbezahlten Segment Fußball noch extrem viele Einzelsportler, die keinen persönlichen Mentaltrainer nutzen, sondern maximal den vom Verein gestellten Coach zur Hilfe nehmen. Einige wenige Sportler haben jedoch bereits die Wichtigkeit erkannt und sichern sich damit ihren Vorsprung – heute jedenfalls noch.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit in der Formel 1, als Michael Schumacher wie aus dem Nichts aufzutauchen schien und die Welt des Rennsports eroberte. Man sagt ihm bis heute nach, dass er die Spielregeln des Sports neu definierte. Er trat als einer der ersten Rennfahrer für eine extreme und nie dagewesene körperliche Fitness ein, galt als Genie des Automobilverstandes UND trainierte von Anfang an und immerfort seine mentale Fitness. Heute gibt es keinen einzigen Rennfahrer mehr, für den diese Dinge nicht eine Selbstverständlichkeit darstellen würden. Es ist Standard!

Und genauso wird es auch im Mannschaftsport Fußball unerlässlich werden, wenn wir künftig noch eine Rolle im weltweiten Wettstreit spielen wollen. Talente, Trainingszustand, fußballerische Fähigkeiten und Strategien sind heute keine Besonderheiten mehr – Teamgeist und gemeinsamer Wille werden in Zukunft über Sieg und Niederlage entscheiden.

Wie im Fußball, wird es auch in jedem anderen Hochleistungsbereich als Standard gelten, einen professionellen Mentaltrainer an seiner Seite zu wissen. Für andere Bereiche ist dies bereits heute selbstverständlich: der Manager, der Finanzberater, der Physiotherapeut und manchmal gar der hauseigene Orthopäde sind völlig normal geworden. Kein Fußballer käme auf die Idee, seinen Vertrag selbst zu verhandeln oder seine Steuererklärung auszufüllen. Denn nocheinmal: die Anforderungen sind einfach zu hoch geworden! Der Sportler ist ohne die richtige Unterstützung gar nicht in der Lage all dies zu bewältigen und gleichzeitig sportliche Höchstleistungen zu erbringen.

Fazit: Ein Profisportler braucht einen Trainer für seinen Kopf. Seine Seele, seine Gedanken und seine Konzentration erfordern die Begleitung durch Profis.
Vielleicht kann ein Spitzensportler sogar schon heute nur noch durch die Qualität seiner Coachs einen echten Vorsprung erarbeiten.

Die Zukunft Europa’s – die Zukunft der Welt

Vom Machtverlust und Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels ist dieser Tage aus allen Mündern die Rede und der Frustüber eine Regierungschefin, die Probleme lieber langatmig moderiert, statt sie schnell zu entscheiden, ist nachvollziehbar. Es ist auch wenig überraschend, dass viele Menschen die Regierungschefin für die innenpolitische Entwicklung verantwortlich machen. Doch in der aufgeheizten Debatte, ob und wie Europa die Flüchtlingskrise in den Griff bekommt, geht es nicht um die Zukunft der Kanzlerin, es geht um die Zukunft Europas.

Merkel hat sicherlich recht, wenn sie für eine gemeinsame, solidarische Lösung der Flüchtlingskrise kämpft. Die Sicherung der Außengrenzen ist eine europäische Angelegenheit. Nationale Grenzkontrollen wären das Ende der Freizügigkeit in Europa und ein Angriff auf den europäischen Binnenmarkt. Setzen sich die Populisten durch, wären die offenen Grenzen, die den Kontinent Europa stark gemacht haben, Geschichte.

Die Flüchtlingskrise ist in Wahrheit nicht die Schicksalsfrage der Bundeskanzlerin, sondern die Schicksalsfrage Europas. Ob Merkels Kanzlerschaft die Flüchtlingskrise übersteht oder ob sie daran scheitert, ist zweitrangig.

Vorrangig geht es darum, dass Europa nicht an der Asylfrage scheitert. Doch diese Gefahr besteht. Die Abschottungsideen klingen verführerisch. Kurzfristig mögen die Grenzen-dicht-Pläne politisch erfolgreich sein. Aber was ist das für ein Europa, das bei der Lösung der größten Flüchtlingskrise seit Jahrzehnten (fast 70 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht) für den eigenen Kontinent keine solidarische Antwort findet? Was ist das für ein Europa, wenn am Ende jedes Land nur noch das macht, was seinen nationalen Interessen dient? Das wäre das Ende Europas und noch viel mehr stellt sich die Frage, in welcher Welt wir leben, wenn jeder nur an sich denkt?

Die Flüchtlingskrise ist nur ein Ergebnis! Die Flüchtlingskrise ist ein Ergebnis von Ungerechtigkeiten. Menschen flüchten vor Krieg, Gewaltherrschaften und natürlich versprechen sich viele Flüchtende auch einfach „nur“ eine Verbesserung ihres eigenen Lebens. Gegen die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge wird mit großer Begeisterung gehetzt, als wäre es verwerflich, sich um einen besseren Lebensstandard zu bemühen.

Auf dem Mini-Gipfel in Brüssel wurde erschreckend deutlich, wie gering die Bereitschaft der EU-Staaten aktuell ist, eine gemeinsame Lösung in der Asylfrage zu erreichen. Das neue Miteinander in Europa steht erkennbar unter dem Motto „Jeder für sich“ und man fragt sich, welch weitsichtige Landesvertreter wir zu unseren Führungskräften zählen dürfen.

Ein Europa, das in Kleinstaaterei zerfällt, wäre politisch und ökonomisch im globalen Wettbewerb ein Zwerg. Was Europa braucht, ist keine „Achse der Willigen“, sondern eine Achse der Vernunft. Europa darf nicht den Populisten überlassen werden. Europa ist und bleibt unsere Zukunft.

Und genau das gleiche lässt sich erweitern, auf die gesamte Welt. Wir müssen endlich begreifen, dass es gilt langfristige Lösungen für mehr Gerechtigkeit auf unserem Planeten zu finden. Wir können nicht ernsthaft angreifen, wenn sich Mütter und Väter für einen besseres Leben auf den Weg machen.

Natürlich müssen wir kurzfristige Lösungen für die Probleme finden, schon um einen weiteren Machtgewinn der Antidemokraten zu verhindern. Aber wir müssen vielmehr Verantwortung übernehmen, um langfristige Lösungen zu finden. Einem jeden Staatsführer sollte klar sein, dass die Zukunft ihres Landes und ihrer Bürger davon abhängt, dass wir Lösungen für ein friedliches Miteinander auf dieser Erde finden können.

Also bitte, lassen Sie uns endlich wieder aufhören in Kleingeistigkeit zu ersticken und gemeinsam Verantwortung übernehmen und danach streben, ein besseres und gerechteres Leben für alle zu gestalten.

Kinder – der Stoff aus dem die Zukunft ist II

Der Senat verfehlt seine Verantwortung bei der Kita Politik – wieder einmal!

Wir vergessen in unserer Gesellschaft die Kleinsten, wir müssen mehr Verantwortung für unsere Kinder übernehmen. 

Ich meine nicht nur unsere eigenen Kinder. Die Zukunft unseres Landes und die Zukunft der Welt hängt von den nächsten Generationen ab und wir sollten uns darüber bewusst sein. Wir können nicht so tun, als ob es nur um Schule und Bildung in Rekordzeiten geht – es wird um viel mehr gehen…

Genau mit den gleichen Worten habe ich vor einer Woche einen verfassten Blogartikel angefangen, dort angeregt durch das Projekt #StarkeKinder.

Bitte lesen Sie den Blog vollständig, denn nicht ein einziges Wort trifft auf unser heutiges Thema nicht zu. Damit wird um so deutlicher, wie sehr hier etwas im Argen liegt.

Uns fehlen ca. 2.500 – 3.000 Kitaplätze in Berlin!

Mütter und Väter, ob Alleinerziehende oder Paar, sind heute mehr denn je auf eine ordentliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Und zwar nicht, weil sie keine Zeit mit ihren Kleinen verbringen möchten, sondern vielmehr aus der Not heraus. Mit Not ist hier die Notwendigkeit gemeint, ohne die ein normales Leben innerhalb der Gesellschaft schier unmöglich scheint. Die Grenzen der Belastbarkeit sind längst erreicht und die realen Nettoeinkommen sind in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesunken. Ob man uns die Vorbereitung auf die Globalisierung oder die Wichtigkeit des neuen Europas oder einfach nur die notwendige Konsolidierung nach der Finanzkrise vor Augen hielt, immer gab es einen Grund, warum der „kleine Mann“ zurückstecken sollte. Seltsamerweise wuchsen die Gewinne der „Großen“ von Jahr zu Jahr und die gebildeten Rückstellungen erreichten ungeahnte Höhen, von denen ganze Unternehmensgruppen gekauft und errichtet wurden.

Ich als Fan der freien Wirtschaft und des Reichtumsstrebens darf ganz deutlich und kritisch bemerken, dass es so nicht funktionieren kann, jedenfalls nicht auf Dauer. Wir Deutschen, gerade die ehemaligen Wessis, sind extrem geduldig und schließen revolutionsartige Zustände schon fast aus Gewissensgründen aus. Uns geht es ja noch viel zu gut und immer wieder wird uns vorgehalten, wie dankbar wir sein müssen, in derartigem Wohlstand zu leben.

Richtig, wir dürfen dankbar dafür sein. Aber wir müssen uns auch nicht klein machen und von einigen wenigen vorführen lassen. Denn sie haben offensichtlich vergessen, dass ihnen ihr persönlicher Reichtum nichts mehr nützen wird, wenn die Nachkommen immer schlechter fahren werden. Denn nicht nur Bildung allein wird die Zukunft entscheiden, sondern auch die sozialen Kompetenzen einer Gemeinschaft und viele Dinge mehr. Es ist von entscheidender Wichtigkeit, dass die Kleinsten gut betreut und auf das Leben vorbereitet sind. Es wird sich bitter rächen, wenn die Erwachsenen der Zukunft erst recht keine Chance mehr haben werden. Wir reden nicht von unverschämten Forderungen, die ein einzelner zu Lasten der Gesellschaft stellt. Es geht nicht um viel mehr als um ein ganz normales Leben führen zu können, mit ausreichendem Einkommen für die normalsten Dinge des Lebens innerhalb der Gemeinschaft und etwas Freizeit.

Wir benötigen kurzfristig ausreichend Kitaplätze. Auch wenn wieder einmal in der Vergangenheit die Weitsicht gefehlt hat, so ist doch die Bewältigung aus Unternehmersicht überhaupt kein Problem. Es geht nur um kleine Veränderungen, die eine sofortige Verbesserung in Aussicht stellen! Angepasste Löhne der Betreuer, Einarbeitung und Ausbildung ausreichend neuer Kräfte und die Flexibilität bei der Errichtung neuer Kindertagesstätten. Als Immobilienmakler weiß ich auch sehr genau um die Schwierigkeiten bei der Anmietung, die den gewillten neuen Betreibern gemacht werden.

Wenn wir heute dafür nicht sorgen, dann werden wir morgen nicht mehr erleben wollen. Wachen Sie auf, meine Damen und Herren des Senats! Ihre Ämter und Besoldungen werden auch für ihre Kinder wertlos sein, wenn wir unsere Hausaufgaben heute nicht erledigen.

Wir müssen mehr Verantwortung für unsere Kinder übernehmen.

Kinder – der Stoff aus dem die Zukunft ist

Wir vergessen in unserer Gesellschaft die Kleinsten, wir müssen mehr Verantwortung für unsere Kinder übernehmen.

Ich meine nicht nur unsere eigenen Kinder. Die Zukunft unseres Landes und die Zukunft der Welt hängt von den nächsten Generationen ab und wir sollten uns darüber bewusst sein. Wir können nicht so tun, als ob es nur um Schule und Bildung in Rekordzeiten geht – es wird um viel mehr gehen!

Unsere Kleinen sind gefordert den neuen Geschwindigkeiten des Lebens zu trotzen, mit exponentiellem Wachstum in vielen Bereichen klarzukommen und trotz absoluter Reizüberflutung auf allen Ebenen die wichtigen Dinge nicht zu vergessen. Kinder bekommen heute immer weniger Zeit und Zuwendung, was an sich schon fatal ist und die Frage aufwirft, weshalb man sich dann Kinder “anschafft”. Aber die Anforderungen der heutigen Zeit führen dazu, dass Eltern selbst immer eingespannter und oft überfordert sind. Die Kids laufen so mit. Die Zeit und Aufmerksamkeit, die die Erziehungsphase erfordert, ist schlichtweg kaum noch da. Mütter und Väter müssen heute Jobs und Arbeitszeitmodellen folgen, die geregelte Abläufe kaum noch möglich machten und ein Familienleben extrem belasten. Immer mehr Alleinerziehende sind am Rand der Belastungsgrenze und können ihrer Vorbildfunkton in vielen Bereichen kaum noch gerecht werden. Kann das der richtige Weg sein?!

Wenn wir uns nicht die Zeit für unsere Zukunft nehmen, werden wir unser blaues Wunder erleben. Verantwortung zu übernehmen heisst eben auch, die Antworten zu schaffen und wir müssen keine Genies sein, um die Ergebnisse solcher Nachlässigkeiten zu erahnen.

Wir müssen denken. Wir müssen vorausschauend agieren. Es wird keinen Wert haben, wenn unsere Kinder irgendwann in 10 Jahren das Abitur machen, aber nichts mit sich und der Welt anfangen können. Wir müssen dafür sorgen, dass sie gerüstet sind. Sie müssen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen erlangen und behalten. Unsere Kinder werden stärker als wir sein müssen, um den Anforderungen des Lebens gerecht zu werden. Sie müssen in einem nie dagewesenen Umfang lernen zu denken und zu fühlen. Sie müssen lernen sich selbst und andere zu stärken.

Wir müssen lieben und Liebe lehren, aber auch Abgrenzung und Eigensinn. All dies erfordert Zeit, die wir scheinbar nicht mehr zu erübrigen haben. Doch wir müssen sie uns nehmen! Es gibt nichts Wichtigeres. Wir werden selbst noch einiges lernen und wachsen müssen. Es wird keine leichte Herausforderung, doch…

wir vergessen sonst in unserer Gesellschaft die Kleinsten – wir müssen mehr Verantwortung für unsere Kinder übernehmen.

Mission Verantwortung – Unternehmensleitwert „Responsibility“ – schön wär‘s

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, hat in dieser Woche die Verantwortung als den wichtigsten Wert für Siemens genannt und zeitgleich den moralischen Verfall des Kapitalismus beklagt. Soweit die gute Nachricht.

Er zeigt mit dem Finger auf die USA, wo die WallStreet die Führungsetagen beherrsche und beklagt sich über Hedgefonds, die mit wenigen Mitarbeitern riesige Gewinne erzielen. Die Frage, ob deutsche Unternehmen wirklich verantwortungsvoller seien, beantwortete er damit, dass man hierzulande diese Themen jedenfalls deutlich sensibler debattiere als beispielsweise in den USA.

Debatten sind sicherlich ein netter Anfang, aber keine echte Unterscheidung, solange die Umsetzung die gleiche ist. Es scheint mir nicht mehr als ein geschicktes Ablenkungsmanöver eines Spitzenmanagers. Mit welchem Recht zeigt er auf andere? Sicherlich, es gibt immer schlechtere Beispiele. Ob man sich aber an diesen orientieren sollte, bleibt mehr als fraglich.

Siemens erzielte ein Rekordergebnis von mehr als 6,2 Milliarden Gewinn und plant mit der Schließung allein des Werks in Görlitz den Wegfall von 720 Jobs, insgesamt sind etwa 3.400 Jobs in Deutschland dem Stellenabbau zugeschrieben. Wie erklärt uns ein Mann, der von Verantwortung und gesellschaftlicher Verantwortung spricht, diese Zahlen und Maßnahmen?

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dem Unternehmen gehe es lediglich um Subventionen und Steuererleichterungen und böse Zungen sprechen geradeheraus von Erpressung. Eine Stadt wie Görlitz, sensibler Standort an der Achse zu Polen und Tschechien, geschichtsträchtig und schwer gezeichnet von den letzten Jahrzehnten, sollte nicht unter dem politischen Geklüngel einiger mächtiger Unternehmer leiden müssen. Die Menschen, die dem Standort die Treue gehalten haben und diejenigen, die aus Heimatverbundenheit wieder zurückkehrten, haben einen verantwortungsvolleren Umgang verdient. Es geht sowohl für den Bürger als auch für den Staat um weit mehr als Gewinnoptimierung. Dies zu ignorieren ist eine Sache, aber sich hinzustellen und auf andere mit dem Finger zu zeigen, eine andere.

Die digitale Revolution ist auch für die Unternehmen eine große Herausforderung, aber eben auch für die Menschen. Natürlich ist es nicht leicht, den Fließbandarbeiter in eine andere Position zu bekommen, doch auch die Neueinstellung muss nicht zwingend mit einer Standortschließung verbunden werden. Es könnten genauso gut Anreize für den Zuzug geschaffen werden, die auch dem Unternehmen wieder zugute kommen würden. Wer Görlitz kennt, weiß um die hervorragende Lebensqualität vor Ort. Es wäre also eine Bereicherung für das Unternehmen, die Menschen in der Görlitzer Region, die Zuzügler und auch für die überfüllten Standorte anderer Städte, die ein wenig Erleichterung finden könnten. All dies und noch viel mehr könnte allein in Görlitz ziemlich einfach erreicht werden, wenn Siemens seine Verantwortung gegenüber dem Staate und der Gesellschaft gerecht werden würde.

Wer also vollmundig „responsibility“ propagiert, der sollte sich auch daran halten.

 

Ihr

Bernd Kiesewetter

Verantwortung füreinander übernehmen

Verantwortung ist ein bedeutungsschweres Wort. Füreinander ebenso.

In der Kombination beider Worte liegt aber nicht nur Schwere, sondern vor allem auch Kraft und Macht, Glück und Zufriedenheit!

Wenn wir unsere Verantwortlichkeit erkennen, annehmen und ihr gerecht werden, können wir alle Lebensbereiche verändern und verbessern. Manchmal sind wir gezwungen etwas zu ändern, weil wir den Bogen überspannt haben. Wir haben unsere Gesundheit ruiniert, die Finanzen überstrapaziert oder oder oder. Gezwungen werden zur Veränderung – das kann riesige Kräfte mobilisieren, geht aber auch immer von einer geschwächten Position aus.

Wenn wir Verantwortung für einen anderen Menschen oder vielmehr eine Angelegenheit eines anderen übernehmen, kann dies nur aus freien Stücken geschehen. Es ist immer freiwillig und kann bzw. sollte sogar aus einer starken Position heraus geschehen. Das ist ein wesentlicher Unterschied und was glauben Sie wohl, wo mehr Kraft und Dynamik steckt?!

Wenn gar ein ganzes Team zusammentrifft und mehrere starke Persönlichkeiten des geforderten Bereichs für einen anderen etwas tun, gibt es soviel Power und Energie, dass die oder der Betroffene mit Leichtigkeit die gewünschten Ziele erreichen kann.

Füreinander da zu sein, kennen wir zumindest aus dem engsten Kreise unserer Familie und Freunde. In einer Partnerschaft ergänzen wir uns, weil wir da sind, wenn der andere einmal schwächelt. Einer macht dem anderen Mut, spendet Trost und das finden wir schön. Es fühlt sich gut an und zeigt uns wichtig und geliebt zu sein. Ein jedes Kind profitiert von diesen Verbindungen und ist sogar darauf angewiesen, um zu leben und zu wachsen. Manche tun sich schwer mit dem Begriff Liebe, deshalb lassen Sie es uns Verbindungen nennen. In unseren aufrichtigen Verbindungen steckt ein Zauber, den wir allein nie erreichen können.

Füreinander Verantwortung zu übernehmen heißt auch, auf andere und ihr Wohlergehen zu achten, empathisch und hilfreich zu sein. Wir verlassen den egoistischen Zustand und können doch mehr damit für uns selbst erreichen, als wir erahnen. Probieren Sie es heute noch aus und schauen Sie, wo Sie Verantwortung für Ihr Umfeld übernehmen können. In der Partnerschaft, Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis, in der Gemeinde, der Stadt, dem Land, dem Sport, der Bildung, der Politik oder der Wirtschaft? Wo können Sie mit Ihren Stärken anderen helfen? Machen Sie den ersten Schritt und probieren Sie irgendetwas aus und lassen Sie sich überraschen, welche Glückseligkeit Ihr eigenes Leben damit erfahren wird. Gerne würde ich von Ihren Geschichten erfahren, schreiben Sie mir eine Mail, ich freue mich über jede Erfahrung!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Wochenende im Füreinander

und alles erdenklich Gute für die kommende Woche!

 

Bleiben Sie gesund, Sie werden gebraucht!

Herzlichst, Ihr
Bernd Kiesewetter

MentalTrainer im Profisport – Bullshit oder Segen?! Der Beginn der Zusammenarbeit mit Boxweltmeisterin Ikram Kerwat

Die Meinungen der Menschen im Spitzensport über mentales Training gehen tatsächlich immernoch sehr weit auseinander. Einige Trainer, vor allem die der alten Garde, belächeln die Arbeit am Geiste und empfinden es als überflüssigen Blödsinn. Sie meinen, das könnten sie alles selbst leisten und machen es doch sowieso nebenbei mit. Andere wiederum haben bereits erkannt, dass es wesentliche Unterschiede bei dem Training des Kopfes und des Körpers gibt. Natürlich gibt es auch viele Übertreibungen bei der Bewertung der Wichtigkeit der Arbeit, denn die Berufsgruppe Coach ist nicht selten sehr selbstverliebt und selbstüberschätzend. Dennoch sollte man bedenken, dass sich gerade im Sport und vor allem im Spitzensport alles um den körperlichen, geistigen und emotionalen Zustand des Probanden dreht und dieser Zustand über Sieg oder Niederlage entscheidet. Jeder weiß, dass er selbst in einem guten Zustand in jedem Bereich des Lebens bessere Leistungen erzielen kann als in einer schlechten Verfassung und wir brauchen kein Wissenschaftler zu sein, um dies nachzuvollziehen.

Ich will heute den Spitzensport als Beispiel aufgreifen und Ihnen ein paar Einblicke in die Arbeit mit Ikram Kerwat, der frisch gebackenen Weltmeisterin im Profiboxen, gewähren.

Eine Athletin wie Ikram muss körperlich in absoluter Topform sein; sie muss in Kondition, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Technik und vielem mehr, exzellente Leistungen erbringen. Die hohe Kunst ist es, zum Zeitpunkt des Boxkampfs auf dem absoluten Höhepunkt zu sein. Hierbei geht es nicht nur um den Monat, die Woche und den Tag, sondern sogar um die richtige Uhrzeit! Als wenn dies nicht in Deutschland schon schwer genug wäre, hatte Ikram mit ihrem Kampf in den USA nicht nur ein ohnehin körperlich anspruchsvolles Jetlag zu überwinden, sondern auch eine Zeitverschiebung von 9 Stunden zu verdauen, um schließlich mitten in der Nacht auf dem Peek sein zu müssen.

Zudem musste sie gegen eine Amerikanerin antreten, die vor heimischem Publikum natürlich stark im Vorteil ist, da die Motivation der Menschenmenge nicht zu unterschätzen ist. Auch wenn Sie selbst noch nie vor großem Publikum standen, können Sie sich ganz einfach vorstellen: Wie fühlt es sich an, gelobt und anerkannt zu werden, im Vergleich zu Ignoranz oder gar Kritik, z.B. bei Ihrer Arbeit oder daheim? Wie fühlen sie sich bei guter und positiver Musik und wie bei traurigen oder düsteren Klängen in Moll? Unsere Emotionen werden auch stark von außen, gerade auch von anderen Menschen mit ihren Gefühlen und Ausdrücken derer, beeinflusst.

Dies alles beschreibt jedoch nur den Zeitpunkt des Kampfes und wie jedes Kind weiß, muss der Sportler einen langen Weg beschreiten, um sich für einen solchen Kampf um den Weltmeisterschaftstitel überhaupt zu qualifizieren.

Es geht also nicht (nur) um die Mentaltechniken zum Zeitpunkt X, sondern vor allem um den monate- und jahrelangen Weg zuvor!

Ich habe Ikram zum ersten Mal gesehen, als sie ein paar Tage vor einem Kampf beim Training war. Ich war schwer beeindruckt von ihrer Haltung und Power im Training. Und ich habe sie ein paar Tage nach diesem Kampf beim Training gesehen. Nun war ich mehr als schwer beeindruckt! Denn trotzdem sie den Kampf souverän gewonnen hatte, trainierte sie unmittelbar danach noch viel stärker; als ob es um ihr Leben ginge!

Ein paar Wochen später lud sie mich zu einem sehr großen Kampf vor großer Kulisse in der Berliner Max-Schmeling Halle ein. Diesen Kampf verlor sie. Auch das gehört dazu, wenngleich es für den Athleten an dieser Stelle eine enorme Herausforderung darstellt.

Nun war klar, dass sie für die weitere sportliche Karriere im mentalen Segment besonders gefordert war. Denn nun galt es die Niederlage zu verdauen und nicht nur weiter zu trainieren, sondern zu analysieren, sich neu zu motivieren, die Ziele anzupassen, evtl. neue Methoden und Strategien zu entwickeln und vieles mehr. Erst dann ergibt das mehrmalige tägliche Training einen Sinn, zu dem sich Ikram und jeder andere Sportler manchmal genauso aufraffen muss wie normale Menschen zum Joggen und Co.. Diese tägliche Disziplin in Ernährung, Bewegung, Ruhe- und Schlafzeiten, hartem Training uvm. sollte man nicht unterschätzen und ist mit purer Willenskraft nicht über längere Zeiträume zu leisten. Wie oft hören wir von Spitzensportlern, die sie ihr Training nicht zu 100% leisten? Es wird nicht viel darüber gesprochen, wenn es nicht völlig daneben geht und der Sportler irgendwo betrunken und rauchend in der Öffentlichkeit auffällt. Aber wir können zwischen den Zeilen hören, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn zum Zeitpunkt des Wettkampfes besonders betont wird, dass der- oder diejenige eiserne Trainingsdisziplin in der Vorbereitung bewiesen hat.

Ikram Kerwat hat zwei Kinder und ist als Ehefrau und Mutter natürlich noch ganz anderen Aufgaben und Anforderungen ausgesetzt als andere. Diesen Weg nach der Niederlage zu beschreiten, würde für sie sehr schwer werden; das war völlig klar.

Zudem meinte ich, auch im Kampf, von Beginn an eine andere Haltung ihrerseits im Ring entdeckt zu haben. In der Haltung des Menschen spiegeln sich Gedanken und Emotionen wieder und beeinflussen nicht nur die Handlungen, sondern schaffen auch eine besondere Ausstrahlung auf den Gegner und das Publikum. Diese interagieren und sind damit wiederum ein Teil der niemals endenden Kette von Ursache und Wirkung und so sind es am Ende tausende Einzelpositionen, die zu den gewünschten oder zu den nicht gewünschten Ergebnissen führen. In Ikrams Fall kam eine schwere Schulterverletzung hinzu, die zum Kampfabbruch führte. Eine weitere Schwierigkeit auch in der Nachbereitung. Ich wusste nicht, was vorgegangen war, aber ich ahnte, dass die Arbeit mit unseren wunderbaren 15 Zentimetern zwischen dem linken und dem echten Ohr sowohl nötig und hilfreich wäre.

Ich sah mit Ikram einen Menschen, der neben Talent, Können und vielen weiteren erforderlichen Erfolgseigenschaften über außerordentlichen Willen und Einsatz verfügte.

Ich glaubte und spürte, dass mit dem richtigen Kopf-Training Großes möglich ist.

Und so begann unsere Zusammenarbeit…

 

(Demnächst hier mehr dazu, wenn Sie sich für den Newsletter anmelden) 

Die Meinungen der Menschen über mentales Training gehen tatsächlich immernoch sehr weit auseinander. Einige belächeln die Arbeit am Geiste und empfinden es als überflüssigen Blödsinn. Sie meinen, das könnten sie alles selbst leisten und machen es doch sowieso nebenbei mit. Andere wiederum haben bereits erkannt, dass es wesentliche Unterschiede bei dem Training des Kopfes und des Körpers gibt. Man sollte bedenken, dass sich alles um den körperlichen, geistigen und emotionalen Zustand dreht und dieser Zustand über Sieg oder Niederlage entscheidet. Jeder weiß, dass er selbst in einem guten Zustand in jedem Bereich des Lebens bessere Leistungen erzielen kann als in einer schlechten Verfassung und wir brauchen kein Wissenschaftler zu sein, um dies zu verstehen.

Was glauben Sie? Was sagt Ihr gesunder Menschenverstand? Könnte es eventuell enorm hilfreich sein, sich mit einem Kenner der Materie um das richtige Mindset zu kümmern? Wäre es möglich, dass die richtige geistige Ausrichtung vor allem langfristig über Erfolg oder Misserfolg entscheidet? Könnte der Glaube tatsächlich auch eine entscheidende Rolle in unserem heutigen Leben spielen und wenn ja, wer hilft Ihnen, an den richtigen Glauben heranzukommen?

Ich für meinen Teil durfte in meinem eigenen Leben erfahren, welcher Unterschied durch mein Denken möglich war und ist. Und ich für meinen Teil habe entschieden keine Zeit mehr zu verlieren. Ich will durch die Zusammenarbeit mit den echten Profis Ihres Fachs mein Leben weiterhin bereichern und ungeahnte Möglichkeiten nicht nur entdecken, sondern auch in die Tat umsetzen.

Letztlich muss jeder für sich selbst diese Fragen beantworten und entscheiden, ob er sich mit Halbwissenden begnügen und umgeben möchte oder seine Wünsche, Träume und Ziele wirklich und schnell erreichen will.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Ihren Entscheidungen und alles Gute für die kommende Woche!

Herzlichst, Ihr
Bernd Kiesewetter

Jeder hat das gleiche Potential

Es gibt mittlerweile etwa 7,5 Milliarden Menschen und alle haben das gleiche Potential; alle sind mental, emotional und physisch gleich. So sagt es der Dalai Lama.

Nun kann man sich natürlich streiten, ob wirklich alle gleich ausgestattet sind und Sie werden vielleicht einwenden, dass einige intelligenter als andere sind, einige stärker, manche schneller und weitere gesünder als ihre Nächsten. Sowieso, werden alle in anderen Umständen geboren und manche haben diese und jene Chancen und andere vielleicht nicht. Das ist natürlich richtig und auch wenn wir stets bemüht sind die Unterschiede nicht zu übersehen, um den scheinbar Schwächeren und Unterlegenen nicht Unrecht zu tun, so bleibt die Kernaussage doch unangreifbar richtig. Alle haben grundsätzlich das gleiche Potential, weil alle Menschen mental, emotional und physisch gleich sind und funktionieren.

Wir haben alle die Möglichkeit unsere Intelligenz angemessen einzusetzen. Hierzu benötigen wir in erster Linie einen klaren Verstand. Es geht immer um die Klarheit des Geistes.

Wir müssen analysieren was uns gut für uns und was nicht. Welche Gedanken sind schädlich und destruktiv und welche sind gut für uns und unsere Gesundheit.

Es wird auch heute noch im gelebten Alltag extrem unterschätzt, welche Auswirkungen unser Denken hat. So wie es bei der Erreichung der Ziele und Wünsche im Guten nutzbar ist, so schwerwiegend sind die Folgen für uns bei destruktiver Benutzung. Ich rede nicht von dem Teil des positiven Denkens, bei dem wir die Wahrnehmung verlieren und die Umstände in rosarot betrachten, sondern von einer Betrachtung und Überzeugung im besten Sinne. Wir sind in der Lage uns und unser Leben so zu beeinflussen, wie wir es gerne hätten, aber wir schaffen es auch, mit unseren Ängsten und Sorgen ein Dasein zu schaffen, was wir nicht haben wollen. Hierfür benötigen wir die Klarheit, die uns im heute schnellen und stressigen Leben allzuoft verloren geht. Zwischen der Handynutzung zum Erwachen, dem Stehen oder Gehen auf der Straße und dem abendlichen Essen bei laufendem Fernsehprogramm ist der Tag vollgestopft mit Ablenkungen aller Art. Neben den Herausforderungen von Arbeit, Familie und Leistungsfähigkeit verlieren wir schnell den Blick für das Wesentliche – für das, was uns wirklich wichtig ist. Viele wissen heute schon gar nicht mehr, was ihnen wichtig ist und finden keine Zeit und Kraft mehr sich Gedanken genau darüber zu machen. Mit verheerenden Folgen.

Denn wie sollen wir ein glückliches und erfülltes Leben führen, wenn wir gar nicht wissen, was wir wollen?!

Als nächstes müssen wir uns fragen, welche Emotionen sind tatsächlich gut und förderlich für uns, welche Gefühle haben eine verschlechternde und zerstörerische Wirkung und wie gehen wir mit ihnen um. Es gibt Menschen, die lassen grundsätzlich ihren negativen Gefühlen freien Lauf und wundern sich, dass ihr Leben einfach nicht besser wird. Sie steigern sich in ihre Wut, Angst und Frustration hinein und bauen nicht nur die schlechten Emotionen und Zustände aus, sondern setzen im Regelfall mit ihrem Verhalten eine noch schlechtere Handlungsfolge in Gang. Selbstverständlich können und sollen wir unsere Gefühle nicht unterdrücken, doch wir sind keineswegs in der Pflicht ein auftauchendes Hassgefühl, eine Traurigkeit oder Ängste zu behalten. Wir können sie bemerken, beachten und annehmen und uns dennoch wieder den positiven und nützlichen Emotionen zuwenden. So wie diese Typen, diese Art Mensch, die scheinbar vom Glück verfolgt sind. Sie kennen den Glückspilz Gustav Gans, der dieses Bild wohl ideal verkörpert. Ihnen gelingt einfach alles und egal was ihnen passiert, sie sehen es positiv und werden im nächsten Schritt dafür wieder belohnt. Ganz ehrlich, im Grunde genommen ist es tatsächlich so einfach. Es gibt Angst, doch es gibt eben auch Mut, Glauben, Vertrauen und Zuversicht. Es ist die Konzentration, die entscheidet. Allein die Macht der Dankbarkeit kann ein ganzes Leben verändern.

Doch so einfach darf oder kann es in den Augen der meisten Leute nicht sein und daher leben sie lieber wie Donald Duck, der Negativdenker und Jammerer. Sie trösten sich damit, dass es ihm und ihnen zwar schlecht geht, sie aber die besseren Menschen sind. Neben der Tatsache, dass dies fraglich erscheint, erschwert es unnötig ihr Leben.

Und zu Guter Letzt sollten wir die Qualität unserer Handlungen prüfen und deren positive oder negative Auswirkungen. Hier ist es wohl am einfachsten Schlüsse zu ziehen, wenngleich auch hier vielen Bewohnern dieses Planeten die Bewertung der eigenen Taten im Bezug zur Wirkung auf andere(s) nicht zu gelingen scheint. Die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wird uns nur mit einem klaren Geist gelingen.

So gesehen ist es also ausnahmslos richtig, dass wir alle über das gleiche Potential verfügen. Unsere Taten werden bestimmt von unseren Emotionen und unseren Gedanken. Unsere Gefühle können wir mit unserem Geist genauso bearbeiten wie unsere Gedanken. Also ist nun einmal der ausschlaggebende Teil unseres Lebens unser Denken.

Jeder erhält das Leben seiner Vorstellung. Wir erhalten nicht das Leben unserer Wünsche, sondern unseres Denkens.

 

Achten wir also auf unsere Gedanken – sie könnten unser Leben werden.

Begegnungen

Vor einigen Tagen kam ein unauffälliger Mann in meinen Laden und bat ebenso leise um eine Bewertung seiner Immobilie. Nach 5 Minuten plauderte er zwar bereits ein bisschen, doch seine sichere Direktheit war von Zurückhaltung geprägt.

Nun hatte ich gestern das Vergnügen mit ihm sein Haus zu besichtigen. Nein, es war eines seiner Häuser. Denn er hatte offenbar einiges bewegt, aber auch riskiert und mittlerweile mehrere Grundstücke gekauft, zum Teil bebaut, umgebaut, geteilt, vermietet, wieder verkauft und so weiter. Dabei war er voller unternehmerischer Freude und gleichzeitig total Mensch.

Wir kamen ins Gespräch und schnell wurde klar, wir sind auf einer Wellenlänge. Er kam gerade von Fuerteventura zurück und musste aufgrund einer Lungenerkrankung seiner Frau seine Reise abbrechen und mehrere Wochen mit dem Schiff reisen. Früher war er Surfer und die Augen leuchteten schnell bei allen Themen zum Surfen, Kiten und anderen Verrücktheiten, die sich nun erschlossen.

Dann berichtete er von wirklich erschütternden Lebenskrisen, seiner Flucht aus der DDR, dem Tod seiner ersten Frau bei der Geburt seines 2. Kindes bis zur jetzigen Erkrankung seiner Tochter an MS. Ich bin sicher, es waren nur Bruchstücke sehr großer Herausforderungen seines Lebens.

Doch er erzählte auch von seinen vielen Vorhaben und seiner Firma, die er jahrzehntelang aufgebaut und später verkauft hatte, trotzdem aber mit dem Nachfolger noch lange Zeit weiter schaffte. Von einigen Erlebnissen, wie er sein Unternehmen verteidigte und mit klugen Strategien und außergewöhnlichen Maßnahmen am Leben erhielt. Zweifellos, er hatte viel erreicht in seinem Leben.

Aber er machte keine große Sache daraus, sondern war vollständig im Hier und Jetzt. Er hatte eine Ausrichtung auf die Zukunft, die gleichermaßen nüchtern und klar wie zuversichtlich war.

Er war so voller Lebensfreude, dass wir viel scherzten, doch immer sofort auf den Punkt kamen. Smalltalk lag uns beiden nicht, wie wir noch ausdrücklich feststellten.

Wir entdeckten noch die gemeinsame Leidenschaft für Porsche und andere Automobile und auch hier war er voller Verstand und Begeisterung dabei. Wie selbstverständlich hatte er mit seiner Art zu denken ganz nebenbei auch schon viel Geld mit dieser Leidenschaft verdient.

Er war voller Klarheit und Einfachheit, wie ich sie verstehe. Er machte es sich nicht einfach und ging sehr verantwortungsbewusst mit sich und anderen um – seiner Gesundheit, seiner Zeit, seinem Geld, seiner Familie und seinem Umfeld. Das wurde bereits in diesem kurzen Kennenlernen deutlich. Er lebte ganz offensichtlich ein sehr verantwortungsvolles und gleichzeitig glückliches Leben. Das ist Erfolg, wie ich ihn verstehe.

Am Ende kam noch die große Überraschung. Er war bereits 77 Jahre alt!

Er stieg vergnügt und nahezu jugendlich in seinen Youngtimer: Ein sehr gepflegtes Audi Cabrio mit etwa 20 Jahren auf dem Buckel, den er fuhr und genoss und wusste, er würde nun von Jahr zu Jahr wertvoller. Das war die Art Autos, die er mochte, wie ich nun wusste.

 

Ich liebe Begegnungen, Menschen und Erfolgsstorys dieser Art.

Ich liebe meine Arbeit, auch für diese Begegnungen.

Ich liebe das Leben und dass ich daran teilnehmen darf.