Mission Verantwortung – Unternehmensleitwert „Responsibility“ – schön wär‘s

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser, hat in dieser Woche die Verantwortung als den wichtigsten Wert für Siemens genannt und zeitgleich den moralischen Verfall des Kapitalismus beklagt. Soweit die gute Nachricht.

Er zeigt mit dem Finger auf die USA, wo die WallStreet die Führungsetagen beherrsche und beklagt sich über Hedgefonds, die mit wenigen Mitarbeitern riesige Gewinne erzielen. Die Frage, ob deutsche Unternehmen wirklich verantwortungsvoller seien, beantwortete er damit, dass man hierzulande diese Themen jedenfalls deutlich sensibler debattiere als beispielsweise in den USA.

Debatten sind sicherlich ein netter Anfang, aber keine echte Unterscheidung, solange die Umsetzung die gleiche ist. Es scheint mir nicht mehr als ein geschicktes Ablenkungsmanöver eines Spitzenmanagers. Mit welchem Recht zeigt er auf andere? Sicherlich, es gibt immer schlechtere Beispiele. Ob man sich aber an diesen orientieren sollte, bleibt mehr als fraglich.

Siemens erzielte ein Rekordergebnis von mehr als 6,2 Milliarden Gewinn und plant mit der Schließung allein des Werks in Görlitz den Wegfall von 720 Jobs, insgesamt sind etwa 3.400 Jobs in Deutschland dem Stellenabbau zugeschrieben. Wie erklärt uns ein Mann, der von Verantwortung und gesellschaftlicher Verantwortung spricht, diese Zahlen und Maßnahmen?

Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dem Unternehmen gehe es lediglich um Subventionen und Steuererleichterungen und böse Zungen sprechen geradeheraus von Erpressung. Eine Stadt wie Görlitz, sensibler Standort an der Achse zu Polen und Tschechien, geschichtsträchtig und schwer gezeichnet von den letzten Jahrzehnten, sollte nicht unter dem politischen Geklüngel einiger mächtiger Unternehmer leiden müssen. Die Menschen, die dem Standort die Treue gehalten haben und diejenigen, die aus Heimatverbundenheit wieder zurückkehrten, haben einen verantwortungsvolleren Umgang verdient. Es geht sowohl für den Bürger als auch für den Staat um weit mehr als Gewinnoptimierung. Dies zu ignorieren ist eine Sache, aber sich hinzustellen und auf andere mit dem Finger zu zeigen, eine andere.

Die digitale Revolution ist auch für die Unternehmen eine große Herausforderung, aber eben auch für die Menschen. Natürlich ist es nicht leicht, den Fließbandarbeiter in eine andere Position zu bekommen, doch auch die Neueinstellung muss nicht zwingend mit einer Standortschließung verbunden werden. Es könnten genauso gut Anreize für den Zuzug geschaffen werden, die auch dem Unternehmen wieder zugute kommen würden. Wer Görlitz kennt, weiß um die hervorragende Lebensqualität vor Ort. Es wäre also eine Bereicherung für das Unternehmen, die Menschen in der Görlitzer Region, die Zuzügler und auch für die überfüllten Standorte anderer Städte, die ein wenig Erleichterung finden könnten. All dies und noch viel mehr könnte allein in Görlitz ziemlich einfach erreicht werden, wenn Siemens seine Verantwortung gegenüber dem Staate und der Gesellschaft gerecht werden würde.

Wer also vollmundig „responsibility“ propagiert, der sollte sich auch daran halten.

 

Ihr

Bernd Kiesewetter

Verantwortung füreinander übernehmen

Verantwortung ist ein bedeutungsschweres Wort. Füreinander ebenso.

In der Kombination beider Worte liegt aber nicht nur Schwere, sondern vor allem auch Kraft und Macht, Glück und Zufriedenheit!

Wenn wir unsere Verantwortlichkeit erkennen, annehmen und ihr gerecht werden, können wir alle Lebensbereiche verändern und verbessern. Manchmal sind wir gezwungen etwas zu ändern, weil wir den Bogen überspannt haben. Wir haben unsere Gesundheit ruiniert, die Finanzen überstrapaziert oder oder oder. Gezwungen werden zur Veränderung – das kann riesige Kräfte mobilisieren, geht aber auch immer von einer geschwächten Position aus.

Wenn wir Verantwortung für einen anderen Menschen oder vielmehr eine Angelegenheit eines anderen übernehmen, kann dies nur aus freien Stücken geschehen. Es ist immer freiwillig und kann bzw. sollte sogar aus einer starken Position heraus geschehen. Das ist ein wesentlicher Unterschied und was glauben Sie wohl, wo mehr Kraft und Dynamik steckt?!

Wenn gar ein ganzes Team zusammentrifft und mehrere starke Persönlichkeiten des geforderten Bereichs für einen anderen etwas tun, gibt es soviel Power und Energie, dass die oder der Betroffene mit Leichtigkeit die gewünschten Ziele erreichen kann.

Füreinander da zu sein, kennen wir zumindest aus dem engsten Kreise unserer Familie und Freunde. In einer Partnerschaft ergänzen wir uns, weil wir da sind, wenn der andere einmal schwächelt. Einer macht dem anderen Mut, spendet Trost und das finden wir schön. Es fühlt sich gut an und zeigt uns wichtig und geliebt zu sein. Ein jedes Kind profitiert von diesen Verbindungen und ist sogar darauf angewiesen, um zu leben und zu wachsen. Manche tun sich schwer mit dem Begriff Liebe, deshalb lassen Sie es uns Verbindungen nennen. In unseren aufrichtigen Verbindungen steckt ein Zauber, den wir allein nie erreichen können.

Füreinander Verantwortung zu übernehmen heißt auch, auf andere und ihr Wohlergehen zu achten, empathisch und hilfreich zu sein. Wir verlassen den egoistischen Zustand und können doch mehr damit für uns selbst erreichen, als wir erahnen. Probieren Sie es heute noch aus und schauen Sie, wo Sie Verantwortung für Ihr Umfeld übernehmen können. In der Partnerschaft, Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis, in der Gemeinde, der Stadt, dem Land, dem Sport, der Bildung, der Politik oder der Wirtschaft? Wo können Sie mit Ihren Stärken anderen helfen? Machen Sie den ersten Schritt und probieren Sie irgendetwas aus und lassen Sie sich überraschen, welche Glückseligkeit Ihr eigenes Leben damit erfahren wird. Gerne würde ich von Ihren Geschichten erfahren, schreiben Sie mir eine Mail, ich freue mich über jede Erfahrung!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein Wochenende im Füreinander

und alles erdenklich Gute für die kommende Woche!

 

Bleiben Sie gesund, Sie werden gebraucht!

Herzlichst, Ihr
Bernd Kiesewetter

MentalTrainer im Profisport – Bullshit oder Segen?! Der Beginn der Zusammenarbeit mit Boxweltmeisterin Ikram Kerwat

Die Meinungen der Menschen im Spitzensport über mentales Training gehen tatsächlich immernoch sehr weit auseinander. Einige Trainer, vor allem die der alten Garde, belächeln die Arbeit am Geiste und empfinden es als überflüssigen Blödsinn. Sie meinen, das könnten sie alles selbst leisten und machen es doch sowieso nebenbei mit. Andere wiederum haben bereits erkannt, dass es wesentliche Unterschiede bei dem Training des Kopfes und des Körpers gibt. Natürlich gibt es auch viele Übertreibungen bei der Bewertung der Wichtigkeit der Arbeit, denn die Berufsgruppe Coach ist nicht selten sehr selbstverliebt und selbstüberschätzend. Dennoch sollte man bedenken, dass sich gerade im Sport und vor allem im Spitzensport alles um den körperlichen, geistigen und emotionalen Zustand des Probanden dreht und dieser Zustand über Sieg oder Niederlage entscheidet. Jeder weiß, dass er selbst in einem guten Zustand in jedem Bereich des Lebens bessere Leistungen erzielen kann als in einer schlechten Verfassung und wir brauchen kein Wissenschaftler zu sein, um dies nachzuvollziehen.

Ich will heute den Spitzensport als Beispiel aufgreifen und Ihnen ein paar Einblicke in die Arbeit mit Ikram Kerwat, der frisch gebackenen Weltmeisterin im Profiboxen, gewähren.

Eine Athletin wie Ikram muss körperlich in absoluter Topform sein; sie muss in Kondition, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Technik und vielem mehr, exzellente Leistungen erbringen. Die hohe Kunst ist es, zum Zeitpunkt des Boxkampfs auf dem absoluten Höhepunkt zu sein. Hierbei geht es nicht nur um den Monat, die Woche und den Tag, sondern sogar um die richtige Uhrzeit! Als wenn dies nicht in Deutschland schon schwer genug wäre, hatte Ikram mit ihrem Kampf in den USA nicht nur ein ohnehin körperlich anspruchsvolles Jetlag zu überwinden, sondern auch eine Zeitverschiebung von 9 Stunden zu verdauen, um schließlich mitten in der Nacht auf dem Peek sein zu müssen.

Zudem musste sie gegen eine Amerikanerin antreten, die vor heimischem Publikum natürlich stark im Vorteil ist, da die Motivation der Menschenmenge nicht zu unterschätzen ist. Auch wenn Sie selbst noch nie vor großem Publikum standen, können Sie sich ganz einfach vorstellen: Wie fühlt es sich an, gelobt und anerkannt zu werden, im Vergleich zu Ignoranz oder gar Kritik, z.B. bei Ihrer Arbeit oder daheim? Wie fühlen sie sich bei guter und positiver Musik und wie bei traurigen oder düsteren Klängen in Moll? Unsere Emotionen werden auch stark von außen, gerade auch von anderen Menschen mit ihren Gefühlen und Ausdrücken derer, beeinflusst.

Dies alles beschreibt jedoch nur den Zeitpunkt des Kampfes und wie jedes Kind weiß, muss der Sportler einen langen Weg beschreiten, um sich für einen solchen Kampf um den Weltmeisterschaftstitel überhaupt zu qualifizieren.

Es geht also nicht (nur) um die Mentaltechniken zum Zeitpunkt X, sondern vor allem um den monate- und jahrelangen Weg zuvor!

Ich habe Ikram zum ersten Mal gesehen, als sie ein paar Tage vor einem Kampf beim Training war. Ich war schwer beeindruckt von ihrer Haltung und Power im Training. Und ich habe sie ein paar Tage nach diesem Kampf beim Training gesehen. Nun war ich mehr als schwer beeindruckt! Denn trotzdem sie den Kampf souverän gewonnen hatte, trainierte sie unmittelbar danach noch viel stärker; als ob es um ihr Leben ginge!

Ein paar Wochen später lud sie mich zu einem sehr großen Kampf vor großer Kulisse in der Berliner Max-Schmeling Halle ein. Diesen Kampf verlor sie. Auch das gehört dazu, wenngleich es für den Athleten an dieser Stelle eine enorme Herausforderung darstellt.

Nun war klar, dass sie für die weitere sportliche Karriere im mentalen Segment besonders gefordert war. Denn nun galt es die Niederlage zu verdauen und nicht nur weiter zu trainieren, sondern zu analysieren, sich neu zu motivieren, die Ziele anzupassen, evtl. neue Methoden und Strategien zu entwickeln und vieles mehr. Erst dann ergibt das mehrmalige tägliche Training einen Sinn, zu dem sich Ikram und jeder andere Sportler manchmal genauso aufraffen muss wie normale Menschen zum Joggen und Co.. Diese tägliche Disziplin in Ernährung, Bewegung, Ruhe- und Schlafzeiten, hartem Training uvm. sollte man nicht unterschätzen und ist mit purer Willenskraft nicht über längere Zeiträume zu leisten. Wie oft hören wir von Spitzensportlern, die sie ihr Training nicht zu 100% leisten? Es wird nicht viel darüber gesprochen, wenn es nicht völlig daneben geht und der Sportler irgendwo betrunken und rauchend in der Öffentlichkeit auffällt. Aber wir können zwischen den Zeilen hören, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn zum Zeitpunkt des Wettkampfes besonders betont wird, dass der- oder diejenige eiserne Trainingsdisziplin in der Vorbereitung bewiesen hat.

Ikram Kerwat hat zwei Kinder und ist als Ehefrau und Mutter natürlich noch ganz anderen Aufgaben und Anforderungen ausgesetzt als andere. Diesen Weg nach der Niederlage zu beschreiten, würde für sie sehr schwer werden; das war völlig klar.

Zudem meinte ich, auch im Kampf, von Beginn an eine andere Haltung ihrerseits im Ring entdeckt zu haben. In der Haltung des Menschen spiegeln sich Gedanken und Emotionen wieder und beeinflussen nicht nur die Handlungen, sondern schaffen auch eine besondere Ausstrahlung auf den Gegner und das Publikum. Diese interagieren und sind damit wiederum ein Teil der niemals endenden Kette von Ursache und Wirkung und so sind es am Ende tausende Einzelpositionen, die zu den gewünschten oder zu den nicht gewünschten Ergebnissen führen. In Ikrams Fall kam eine schwere Schulterverletzung hinzu, die zum Kampfabbruch führte. Eine weitere Schwierigkeit auch in der Nachbereitung. Ich wusste nicht, was vorgegangen war, aber ich ahnte, dass die Arbeit mit unseren wunderbaren 15 Zentimetern zwischen dem linken und dem echten Ohr sowohl nötig und hilfreich wäre.

Ich sah mit Ikram einen Menschen, der neben Talent, Können und vielen weiteren erforderlichen Erfolgseigenschaften über außerordentlichen Willen und Einsatz verfügte.

Ich glaubte und spürte, dass mit dem richtigen Kopf-Training Großes möglich ist.

Und so begann unsere Zusammenarbeit…

 

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Die Meinungen der Menschen über mentales Training gehen tatsächlich immernoch sehr weit auseinander. Einige belächeln die Arbeit am Geiste und empfinden es als überflüssigen Blödsinn. Sie meinen, das könnten sie alles selbst leisten und machen es doch sowieso nebenbei mit. Andere wiederum haben bereits erkannt, dass es wesentliche Unterschiede bei dem Training des Kopfes und des Körpers gibt. Man sollte bedenken, dass sich alles um den körperlichen, geistigen und emotionalen Zustand dreht und dieser Zustand über Sieg oder Niederlage entscheidet. Jeder weiß, dass er selbst in einem guten Zustand in jedem Bereich des Lebens bessere Leistungen erzielen kann als in einer schlechten Verfassung und wir brauchen kein Wissenschaftler zu sein, um dies zu verstehen.

Was glauben Sie? Was sagt Ihr gesunder Menschenverstand? Könnte es eventuell enorm hilfreich sein, sich mit einem Kenner der Materie um das richtige Mindset zu kümmern? Wäre es möglich, dass die richtige geistige Ausrichtung vor allem langfristig über Erfolg oder Misserfolg entscheidet? Könnte der Glaube tatsächlich auch eine entscheidende Rolle in unserem heutigen Leben spielen und wenn ja, wer hilft Ihnen, an den richtigen Glauben heranzukommen?

Ich für meinen Teil durfte in meinem eigenen Leben erfahren, welcher Unterschied durch mein Denken möglich war und ist. Und ich für meinen Teil habe entschieden keine Zeit mehr zu verlieren. Ich will durch die Zusammenarbeit mit den echten Profis Ihres Fachs mein Leben weiterhin bereichern und ungeahnte Möglichkeiten nicht nur entdecken, sondern auch in die Tat umsetzen.

Letztlich muss jeder für sich selbst diese Fragen beantworten und entscheiden, ob er sich mit Halbwissenden begnügen und umgeben möchte oder seine Wünsche, Träume und Ziele wirklich und schnell erreichen will.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Ihren Entscheidungen und alles Gute für die kommende Woche!

Herzlichst, Ihr
Bernd Kiesewetter

Jeder hat das gleiche Potential

Es gibt mittlerweile etwa 7,5 Milliarden Menschen und alle haben das gleiche Potential; alle sind mental, emotional und physisch gleich. So sagt es der Dalai Lama.

Nun kann man sich natürlich streiten, ob wirklich alle gleich ausgestattet sind und Sie werden vielleicht einwenden, dass einige intelligenter als andere sind, einige stärker, manche schneller und weitere gesünder als ihre Nächsten. Sowieso, werden alle in anderen Umständen geboren und manche haben diese und jene Chancen und andere vielleicht nicht. Das ist natürlich richtig und auch wenn wir stets bemüht sind die Unterschiede nicht zu übersehen, um den scheinbar Schwächeren und Unterlegenen nicht Unrecht zu tun, so bleibt die Kernaussage doch unangreifbar richtig. Alle haben grundsätzlich das gleiche Potential, weil alle Menschen mental, emotional und physisch gleich sind und funktionieren.

Wir haben alle die Möglichkeit unsere Intelligenz angemessen einzusetzen. Hierzu benötigen wir in erster Linie einen klaren Verstand. Es geht immer um die Klarheit des Geistes.

Wir müssen analysieren was uns gut für uns und was nicht. Welche Gedanken sind schädlich und destruktiv und welche sind gut für uns und unsere Gesundheit.

Es wird auch heute noch im gelebten Alltag extrem unterschätzt, welche Auswirkungen unser Denken hat. So wie es bei der Erreichung der Ziele und Wünsche im Guten nutzbar ist, so schwerwiegend sind die Folgen für uns bei destruktiver Benutzung. Ich rede nicht von dem Teil des positiven Denkens, bei dem wir die Wahrnehmung verlieren und die Umstände in rosarot betrachten, sondern von einer Betrachtung und Überzeugung im besten Sinne. Wir sind in der Lage uns und unser Leben so zu beeinflussen, wie wir es gerne hätten, aber wir schaffen es auch, mit unseren Ängsten und Sorgen ein Dasein zu schaffen, was wir nicht haben wollen. Hierfür benötigen wir die Klarheit, die uns im heute schnellen und stressigen Leben allzuoft verloren geht. Zwischen der Handynutzung zum Erwachen, dem Stehen oder Gehen auf der Straße und dem abendlichen Essen bei laufendem Fernsehprogramm ist der Tag vollgestopft mit Ablenkungen aller Art. Neben den Herausforderungen von Arbeit, Familie und Leistungsfähigkeit verlieren wir schnell den Blick für das Wesentliche – für das, was uns wirklich wichtig ist. Viele wissen heute schon gar nicht mehr, was ihnen wichtig ist und finden keine Zeit und Kraft mehr sich Gedanken genau darüber zu machen. Mit verheerenden Folgen.

Denn wie sollen wir ein glückliches und erfülltes Leben führen, wenn wir gar nicht wissen, was wir wollen?!

Als nächstes müssen wir uns fragen, welche Emotionen sind tatsächlich gut und förderlich für uns, welche Gefühle haben eine verschlechternde und zerstörerische Wirkung und wie gehen wir mit ihnen um. Es gibt Menschen, die lassen grundsätzlich ihren negativen Gefühlen freien Lauf und wundern sich, dass ihr Leben einfach nicht besser wird. Sie steigern sich in ihre Wut, Angst und Frustration hinein und bauen nicht nur die schlechten Emotionen und Zustände aus, sondern setzen im Regelfall mit ihrem Verhalten eine noch schlechtere Handlungsfolge in Gang. Selbstverständlich können und sollen wir unsere Gefühle nicht unterdrücken, doch wir sind keineswegs in der Pflicht ein auftauchendes Hassgefühl, eine Traurigkeit oder Ängste zu behalten. Wir können sie bemerken, beachten und annehmen und uns dennoch wieder den positiven und nützlichen Emotionen zuwenden. So wie diese Typen, diese Art Mensch, die scheinbar vom Glück verfolgt sind. Sie kennen den Glückspilz Gustav Gans, der dieses Bild wohl ideal verkörpert. Ihnen gelingt einfach alles und egal was ihnen passiert, sie sehen es positiv und werden im nächsten Schritt dafür wieder belohnt. Ganz ehrlich, im Grunde genommen ist es tatsächlich so einfach. Es gibt Angst, doch es gibt eben auch Mut, Glauben, Vertrauen und Zuversicht. Es ist die Konzentration, die entscheidet. Allein die Macht der Dankbarkeit kann ein ganzes Leben verändern.

Doch so einfach darf oder kann es in den Augen der meisten Leute nicht sein und daher leben sie lieber wie Donald Duck, der Negativdenker und Jammerer. Sie trösten sich damit, dass es ihm und ihnen zwar schlecht geht, sie aber die besseren Menschen sind. Neben der Tatsache, dass dies fraglich erscheint, erschwert es unnötig ihr Leben.

Und zu Guter Letzt sollten wir die Qualität unserer Handlungen prüfen und deren positive oder negative Auswirkungen. Hier ist es wohl am einfachsten Schlüsse zu ziehen, wenngleich auch hier vielen Bewohnern dieses Planeten die Bewertung der eigenen Taten im Bezug zur Wirkung auf andere(s) nicht zu gelingen scheint. Die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit wird uns nur mit einem klaren Geist gelingen.

So gesehen ist es also ausnahmslos richtig, dass wir alle über das gleiche Potential verfügen. Unsere Taten werden bestimmt von unseren Emotionen und unseren Gedanken. Unsere Gefühle können wir mit unserem Geist genauso bearbeiten wie unsere Gedanken. Also ist nun einmal der ausschlaggebende Teil unseres Lebens unser Denken.

Jeder erhält das Leben seiner Vorstellung. Wir erhalten nicht das Leben unserer Wünsche, sondern unseres Denkens.

 

Achten wir also auf unsere Gedanken – sie könnten unser Leben werden.